Frucht des Sommers
dein Schatten ging unter
deine Ernte wurde nicht eingeholt
unter blauen Tannen
warten nun die Jäger
auf des Winters schwere
Strafe

Die Kähne festgefroren auf den
alten Flüssen
doch die Transporte
rollen weiter auf dem
schwarzen Teer

den untersten Schichten
der Wälder entnommen
aus dem Rücken der
Rehe geschnitten

für einen Mangel
der sich nicht
verwalten lässt beim
Abschied von der Erde

Deine Schritte, meine Schritte
Fußabdrücke, Grashalme, geknickt
im Stroh ein Leib
im Wasser ein Stumpf
ein verfaulter Baum

Das Wasser ist braun
du versinkst im Sumpf
ich kann dich nicht halten
die Erde zieht und zieht
wir sinken

bis wir atmen
durch ein Schilfrohr
gemeinsam

(Assiniboine VI)

Ein junger Magier,
der den Tod
so liebt wie
das Leben:

Wie seine Finger sich
zu Gittern spannen,
als verschränkten sich
Wille und Skepsis darin.

Wie sie sich stützen
und einander beugen!
Doch wohin sie auch zeigen,
ihr Fluchtpunkt sind die Augen.

(Cesky Krumlov)